Presseerklärung, 7.10.2004


Gesundheit ist das teuerste Gut des Menschen
Medizinische Flüchtlingshilfe benötigt dringend Spenden


In den Jahren 2003 und 2004 konnte die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum ihren Service für Flüchtlinge, die in der Bundesrepublik Deutschland keine oder nur noch deutlich eingeschränkte Gesundheitsversorgung erhalten, erheblich verbessern.
Dies ist zu einem großen Teil der unermüdlichen Arbeit ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken. Auf der anderen Seite konnten mit Hilfe von öffentlichen Mitteln und Stiftungsgeldern befristet zwei halbe Stellen eingerichtet und eine Honorarkraft finanziert werden.
Neben der medizinischen Sprechstunde, dem neuen Angebot von psychotherapeutischer Hilfe für Überlebende von Folter und Krieg, der Einrichtung einer interkulturellen Diabetes-Informationsstelle und der Fortführung unserer vielfach gefragten Flüchtlingssozialberatung konnte auch die Menschenrechtsarbeit personell gestärkt werden.

Durch die Einstellung der beiden hauptamtlichen MitarbeiterInnen entstehen jedoch Unkosten, die nur zum Teil aus den genannten Zuwendungen gedeckt werden können. Therapiestunden, Rechtsberatungen, Büroräume und -einrichtung, Telefongebühren, Gehälter, Fahrtkosten, Medikamente und therapeutische Hilfsmittel, ja jedes Blatt Papier kostet Geld. Je mehr die Medizinische Flüchtlingshilfe leistet, desto höher sind auch die finanziellen Belastungen, die aus eigenen Mitteln bestritten werden müssen.
Gleichzeitig ist das Spendenaufkommen der Medizinischen Flüchtlingshilfe in diesem Jahr leider rückläufig.
Konkret gefährdet ist daher der Flüchtlingssozialdienst als Teil der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen. Auf einer halben Stelle werden hier jährlich derzeit mehr als 450 Menschen betreut, beraten und sozialarbeiterisch begleitet.

Die Medizinische Flüchtlingshilfe benötigt dringend Spenden und Fördermitglieder, um die derzeitige Versorgung von Flüchtlingen weiter aufrecht erhalten zu können.
Spenden und Beiträge an die Medizinische Flüchtlingshilfe sind steuerlich absetzbar.
Spendenkonto:
"Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V."
Kto.Nr. 244 013 41, Sparkasse Bochum, BLZ 430 500 01

Nähere Informationen und Beitrittsformulare unter

oder der Telefonnummer 0234-90413801


Die Medizinische Flüchtlingshilfe erhielt in dem genannten Zeitraum Zuschüsse des Landes NRW, der Stadt Bochum, der Aspirina D7-Stiftung und der Deutschen Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe.