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Presseerklärung
vom 15.03.2005
Flüchtlingssozialdienst
für 2005 gesichert
Die Arbeit des Flüchtlingssozialdienstes der Medizinischen Flüchtlingshilfe
Bochum e.V. kann 2005 mit Hilfe von Spendengeldern weitergeführt werden.
Die Medizinische Flüchtlingshilfe stellt psychosoziale Versorgung für
Überlebende von Folter und Krieg bereit. Sozialarbeit und Psychotherapie
greifen hier eng ineinander. Die Sozialarbeit verfolgt dabei das Ziel,
einen gesicherten Aufenthaltsstatus und menschenwürdige Lebensbedingungen
für traumatisierte Flüchtlinge zu erreichen. Auf dieser Grundlage wird
gemeinsam mit den KlientInnen an ihrer sozialen, beruflichen und politischen
Rehabilitation und an der Wiedereingliederung in ihre sozialen Netzwerke
gearbeitet. So ist es den Überlebenden möglich, die Kontrolle über den
Alltag Schritt für Schritt zurückzugewinnen und ihr Leben wieder selbst
in die Hand zu nehmen.
Im letzten Jahr konnte Sozialarbeiter Hanif Hidarnajad im Rahmen seiner
halben Stelle 139 neue KlientIinnen empfangen. Knapp 100 dieser Hilfesuchenden
wurden in einem persönlichen Gespräch beraten. Siebenundzwanzigmal konnte
der Sozialarbeiter neue KlientInnen telefonisch unterstützen, und vier
Beratungen wurden per Post oder per E-mail durchgeführt. Zusammen mit
den Fällen, die der Flüchtlingssozialdienst schon längere Zeit bearbeitet,
betrug die Zahl der Beratungskontakte insgesamt 371.
Der Bedarf an Beratung und Unterstützung nimmt aktuell stark zu. Grund
ist das neue Zuwanderungsgesetz, das besonders geduldeten Flüchtlingen
Schwierigkeiten macht. Täglich bekommt der Sozialarbeiter im Schnitt fünf
bis sieben Anrufe von KlientInnen, die Fragen oder Probleme im Zusammenhang
mit dem Zuwanderungsgesetz haben.
Die Medizinische Flüchtlingshilfe betreut und berät schwerpunktmäßig u.a.
Asylberechtigte und -bewerber, abgelehnte Asylbewerber, die eine Duldung
besitzen, sowie ihre Familien und Kinder.
Die KlientInnen, mit denen die Medizinische Flüchtlingshilfe im Jahr 2004
arbeitete, kamen aus insgesamt 15 Ländern, die meisten aus dem Iran und
der Türkei. Die Beratungen sind kostenlos und anonym.
Die Sozialarbeit der Medizinischen Flüchtlingshilfe soll Flüchtlingen
und MigrantInnen bei der Integration helfen. Die soziale Einzelberatung
steht hierbei im Vordergrund. Die halbe Stelle des Flüchtlingssozialdienstes
ist nach dem erfolgreichen Spendenaufruf vom Oktober 2004 zunächst bis
Ende 2005 gesichert.
Die Medizinische Flüchtlingshilfe möchte sich bei allen SpenderInnen bedanken!
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