Presseerklärung
des Forum für Frieden und Demokratie in Kurdistan und der Türkei
c/o Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.

22.3.1999, 15:00 Uhr

Delegation in Adana nicht dem Haftrichter vorgeführt
Übersetzer in Malatya weiter in Haft
Delegation aus Thüringen in Antep angekommen

Die in Adana inhaftierte Menschenrechtsdelegation aus Deutschland, die heute morgen dem Haftrichter vorgeführt werden sollte, ist aus bisher nicht näher bekannten Gründen ohne Haftprüfung vom Gericht wieder in die Haft zurückverlegt worden. Gerüchten zufolge wird der Delegation unterstellt, verdächtige Papiere mit sich geführt zu haben, die erst noch übersetzt werden müssen. Der Übersetzerin der Delegation werfen die Behörden vor, ihren deutschen Paß gefälscht zu haben.
Auch der Übersetzer der Delegation aus Wolfsburg wird weiter wegen "Fahnenflucht" in Malatya festgehalten. Der junge Mann ist deutscher Staatsbürger und hatte in der Bundesrepublik seinen Zivildienst abgeleistet.
Die gestern in Diarbakir festgehaltene Delegation aus Thüringen ist im Laufe der Nacht wohlbehalten in Antep angekommen. Die TeilnehmerInnen wollen nun nach Urfa zurückkehren.

(Knut Rauchfuss)