Pressemitteilung der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V.

 

Folter – Trauma – Gerechtigkeit heilt

Ein Vortrag zum Internationalen Tag zur Unterstützung Folterüberlebender,
am 28. Juni 2010, 19.30 Uhr, in der Christus-Kirche, Westring 26b, Bochum

Am 26. Juni 1987 trat die UN-Konvention gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe in Kraft. Seither gilt international ein absolutes Folterverbot. Doch auch mehr als zwanzig Jahre später ist systematische Folter noch heute in 150 Ländern weltweit verbreitet. Um die Abschaffung der Folter voranzutreiben, erklärte die UN-Vollversammlung 1997 den Tag der Verabschiedung der Anti-Folter-Konvention zum internationalen Aktionstag zur Unterstützung der Folteropfer.
Aus diesem Anlass berichtet Knut Rauchfuss von der Medizinischen Flüchtlingshilfe am 28. Juni über die Folgen von Folter, Möglichkeiten der therapeutischen Versorgung von Folterüberlebenden sowie über die Bedeutung einer länderübergreifenden strafrechtlichen Verfolgung von Folterern.
Zu diesem Vortrag mit anschließender Diskussion lädt die Christus-Kirche Bochum in Kooperation mit der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum ein.


Die Medizinische Flüchtlingshilfe ist eine sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation und betreibt in Bochum ein Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg.

Knut Rauchfuss ist Arzt und Journalist. Er war mehrere Jahre in Lateinamerika und im Mittleren Osten tätig und arbeitet seit der Gründung 1997 für die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum. Als Autor hat er u. a. die Bücher "Trauma und Therapie. Erfahrungen in der psychosozialen Arbeit mit Überlebenden von Folter und Krieg" sowie "Kein Vergeben, kein Vergessen. Der internationale Kampf gegen Straflosigkeit" mit herausgegeben.

Moderation: Bianca Schmolze (Koordinatorin der Kampagne Gerechtigkeit heilt der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum)

Weitere Aktion anlässlich des Aktionstages zur Unterstützung Folterüberlebender:
Freitag, 25.6.10, Dr.-Ruer-Platz, Bochum: Ganztägiger Infostand der MFH Bochum mit Materialen zum Thema Folter sowie ihrer Arbeit.