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Presseerklärung der Medizinischen
Flüchtlingshilfe Bochum
Bochum, den 23.01.2006
Gerechtigkeit heilt“
- Die Medizinische Flüchtlingshilfe lädt ein:
Laura Figueroa, Anwältin in Argentinien,
im Bahnhof Langendreer
Sie versucht, die Täter der argentinischen Militärdiktatur
zur Verantwortung zu ziehen
Die Medizinische Flüchtlingshilfe
Bochum veranstaltete im Oktober letzten Jahres einen internationalen Kongress
zum Thema „"Gerechtigkeit heilt - Der internationale Kampf
gegen die Straflosigkeit",“ bei dem sich MenschenrechtsexpertInnen,
JuristInnen und PsychologInnen aus 15 Ländern dieser Welt trafen, um über
ihre Erfahrungen im Versuch, Menschenrechtsverbrechen vor Gericht zu bringen,
zu berichten.
Mit der Veranstaltung mit Laura Figueroa am kommenden Donnerstag, dem
26.01.2006, möchten wir die Vortragsreihe zu diesem Thema weiterführen.
Mit der 1983 gegründeten „"Vereinigung der Rechtsanwälte für
Menschenrechte in Tucumán"“ kämpft Laura Figueroa für die strafrechtliche
Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen unter der Landesregierung
von Isabel Perón in Tucumán. Zusammen mit Familienangehörigen der Opfer
reichte sie verschiedene Klagen ein, die jedoch aufgrund der Amnestiegesetze
eingestellt wurden.
Als Anwältin der Zivilen Vereinigung der Familienangehörigen von Verschwundenen
in Tucumán versucht sie außerdem, Verbrechen in den argentinischen Konzentrationslagern
unter der Militärdiktatur seit 1976 vor Gericht zu bringen. Im letzten
Jahr bezeichnete der Oberste Gerichtshof Argentiniens die Amnestiegesetze
als verfassungswidrig. Damit ist der Weg für die Strafverfolgung der Menschenrechtsverletzungen
in Argentinien endlich frei und die Arbeit von Laura Figueroa um so wichtiger.
Sie rollt alle Fälle wieder auf, die 1986 eingestellt wurden, und versucht,
sie erneut vor Gericht zu bringen.
Wir laden alle ein, am kommenden Donnerstag, dem 26.01.2006, um 19:30
Uhr in den Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, Raum 6, zu kommen, um
Laura Figueroas Vortrag zu hören und die Möglichkeit zu nutzen, mit ihr
ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bochumer Agenda 21 und findet
statt in Kooperation mit dem Nord-Süd-Büro des Bahnhof Langendreers und
dem Eine Welt Forum.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Bianca Schmolze unter 0234-9041380 oder mfh-bochum@gmx.de
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