Zuhause ?

Für den 20. Juni haben die Vereinten Nationen den Weltflüchtlingstag ausgerufen, um auf die Notlage von Flüchtlingen in aller Welt hinzuweisen. Das Motto des diesjährigen Weltflüchtlingstags lautet "Zuhause".

Anlässlich dieses Tages möchte der Flüchtlingssozialdienst der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V. wiederholt dringlich auf die Notlage von Flüchtlingen in Deutschland hinweisen, mit besonderem Blick auf die unwürdige Unterbringung in Flüchtlingsheimen und die psychosozialen Probleme, die sich aus der Praxis deutscher Flüchtlingspolitik ergeben. Von einem Zuhause sind Flüchtlinge in Deutschland in mehrfacher und eklatanter Weise entfernt.
Näheres.


Überlebende der Apartheid in Südafrika fordern Entschädigung

Unterstützen Sie den Aufruf von Medico international!

Der Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika steht unter keinem guten Stern. Das Problem ist nicht das DFB-Team, sondern dessen Hauptsponsor: Mercedes-Benz. Bei SüdafrikanerInnen, die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Apartheidregime riskierten, ruft das Daimler-Logo schlechte Erinnerungen wach.

Bereits 1966 wurde das Apartheidsystem in Südafrika von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als "Verbrechen gegen die Menschheit" bezeichnet. Trotzdem verkaufte Daimler Fahrzeuge und Maschinen an Polizei und Militär, mit denen diese den politischen Protest bekämpften.

Mit ihrer "Red Card Campaign" fordert die größte südafrikanische Organisation Überlebender der Apartheid, Khulumani Support Group, die Anerkennung des begangenen Unrechts und Entschädigungszahlungen. Dieser Kampagne schließt sich Medico international mit dem Unterschriften-Aufruf "Star of Apartheid" an. Die zunehmende Aufmerksamkeit durch die WM in Südafrika soll den Druck auf Daimler in Deutschland erhöhen.

Setzen Sie sich für eine Entschädigung der Apartheidopfer ein. Unterzeichnen Sie online den Aufruf! Die Unterschriften und Protestpostkarten an Daimler werden im Herbst an Dr. Dieter Zetsche, den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, übergeben.


Keine Abschiebungen ins Elend!
Machen Sie mit bei der Protestaktion von Pro Asyl

Bundesweit sind etwa 10.000 Roma von Abschiebung bedroht. Mit dem kürzlich unterzeichneten Rückübernahmeabkommen will Deutschland jährlich bis zu 2.500 Menschen, die zum Teil schon seit vielen Jahren bei uns leben, in den Kosovo zurückschicken. Im Kosovo erwartet die Abgeschobenen Elend und Perspektivlosigkeit. Ein Leben geprägt von Angst und Diskriminierung, häufig ohne Zugang zu Arbeit, Bildung und medizinischer Versorgung.

Dagegen geht Pro Asyl mit einer Protestaktion an die Innenminister der Länder an, die Sie mit einer E-Mail an den Innenminister Ihres Bundeslandes unterstützen können.

Nähere Information und Mail-Formular


Massive Menschenrechtsverletzungen im Iran
Forderungen an die deutsche Regierung

Mit großer Sorge erhält die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum jeden Tag neue Nachrichten aus dem Iran über Festnahmen, Todesurteile oder Hinrichtungen von DemonstrantInnen und MenschenrechtsaktivistInnen. Angesichts dieser massiven Angriffe auf die iranische Demokratiebewegung fordert sie in einem Brief von der Regierung der Bundesrepublik:

- aktiven Einsatz für die Freilassung der im Iran festgenommenen MenschenrechtsaktivistInnen bzw. politischen Gefangenen
- wirksame Sanktionen gegen die Diktatur der Mullahs
- einen Abschiebestopp von iranischen Flüchtlingen und ein sicheres Bleiberecht für diese Menschen in Deutschland
- die Aufnahme iranischer Oppositioneller, die aus Furcht vor Verfolgung nicht in ihre Heimat zurückkehren
- ein Einreiseverbot für iranische Diplomaten und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der iranischen Diktatur.
Der vollständige Brief.


Demokratiebewegung im Iran braucht Unterstützung

Für die Freilassung aller politischen Gefangenen, Demokratie und Schutz der Menschenrechte im Iran setzte sich am 12. Februar eine Großdemonstration in Köln ein, zu der sieben Organisationen aus Nordrhein-Westfalen aufgerufen hatten (>>> Aufruf).
Stellvertretend für viele gedachte Knut Rauchfuss von der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum in seiner Rede der kontinuierlichen Menschenrechtsverletzungen seit dem Sturz des Schahs und forderte weit mehr deutsche wie internationale Solidarität und aktive Unterstützung der Demokratiebewegung im Iran (>>> Video; >>> Text der Rede; >>> als PDF).
>>> Grußbotschaft der Ethischen Kommission gegen Folter, Santiago de Chile.

Wollen Sie bei uns mitarbeiten?

Die Arbeitsgemeinschaft "Sprechstunde" der MFH trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat von 19.00 bis 20.00 Uhr im Bahnhof Langendreer, Raum 3, Wallbaumweg 108, Bochum, und lädt alle Interessierten zur Mitarbeit ein!

Kein Vergeben. Kein Vergessen.
Der internationale Kampf gegen Straflosigkeit
Bis vor wenigen Jahren waren Strafprozesse gegen Kriegsverbrecher oder Ex-Diktatoren und ihre Handlanger ebenso die Ausnahme wie die Wahrheitsfindung über das Schicksal der Opfer und eine umfassende Rehabilitierung und Entschädigung der Überlebenden.
Dass sich dies zunehmend ändert und obendrein neue Maßstäbe im internationalen Recht gesetzt werden, ist nicht zuletzt der akribischen Kleinarbeit von MenschenrechtsaktivistInnen zu verdanken.

Die AutorInnen Bianca Schmolze, Knut Rauchfuss und Boris Kanzleiter haben auf der Grundlage einer zweijährigen Studie der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum zum internationalen Kampf gegen die Straflosigkeit schwerer Menschenrechtsverletzungen die Erfahrungen und Entwicklungen aus zwölf Ländern – von Süd- und Mittelamerika, über Europa und Afrika bis Asien – jetzt auch in einem Buch dargestellt.
Näheres

Rezension von Rainer Huhle

 

 

 

Medizinische Flüchtlingshilfe e.V.
Dr-Ruer-Platz 2
44787 Bochum
Tel.: (0234) 904 13 80
Fax: (0234) 904 13 81
E-Mail:
info@mfh-bochum.de

Bürozeiten:
Montag, Dienstag und Donnerstag
10.00 bis 16.00 Uhr
für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising:
Montag und Dienstag,
10.00 bis 16.00 Uhr
Tel.: (0234) 912 88 46
für die Kampagne "Gerechtigkeit heilt":
Dienstag und Donnerstag,
10.00 bis 18.00 Uhr
Tel. (0234) 904 13 82

Sozialdienst für Flüchtlinge:
Dienstag und Donnerstag,
10.00 bis 16.00 Uhr
In diesen Zeiten finden auch Beratungen statt.
Terminvereinbarungen unter:
Tel.: (0234) 3 25 92 72
Fax: (0234) 97 35 33 91
Telefonische Sprechstunde:
Dienstag und Donnerstag,
11.00 bis 13.00 Uhr
Tel. (0234) 3 25 92 72

Psychotherapie und psychologische Beratung
Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg:
Bürozeiten: Montag bis Donnerstag, 10.00 bis 17.00 Uhr
Termine nur nach Vereinbarung.
Telefonische Sprechstunde:
Mittwoch, 10.00 bis 12.00 Uhr
Tel.: (0234) 913 87 43
Zur weiteren Information

Medizinische Vermittlung:
Tel.: (0234) 23 54 64
Ein Anrufbeantworter ist rund um die Uhr erreichbar und
wird täglich abgehört. Wir rufen sobald wie möglich zurück.
E-Mail: sprechstunde@mfh-bochum.de
Zur weiteren Information

Vermittlungs-Sprechstunden:
jeden Dienstag von 18.00 bis 19.30 Uhr
Bahnhof Langendreer, Raum 3
Wallbaumweg 108, 44894 Bochum
Nähere Information

Die Arbeitsgemeinschaft "Sprechstunde" der MFH trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat von 19.00 bis 20.00 Uhr im Bahnhof Langendreer, Raum 3, Wallbaumweg 108, Bochum, und lädt alle Interessierten zur Mitarbeit ein!