Krank und ohne Papiere? Sozialamt verweigert Behandlung?

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e. V. ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen zu verbessern, die durch die Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland ganz oder teilweise von medizinischer Versorgung ausgeschlossen werden.

Politisch arbeiten wir an der Abschaffung der diskriminierenden Sondergesetze und der rassistischen Alltagspraktiken, die sich gegen Flüchtlinge und MigrantInnen richten. Das Gesundheitswesen muss für alle offen sein.

Praktisch bieten wir medizinische Hilfe an für Flüchtlinge und MigrantInnen

  • ohne Aufenthaltsstatus, die - weil sie keine Papiere haben - den Weg in eine Praxis scheuen ...
  • denen das Sozialamt trotz gültiger Papiere die Kostenübernahme für gesundheitliche Versorgung verweigert ...
  • die durch die Erfahrung von Folter, Krieg oder Vertreibung psychologische Unterstützung benötigen.

Wir vermitteln in unseren Sprechstunden Termine mit fachkundigen Ärztinnen und Ärzten, die sich bereit erklärt haben, Flüchtlinge und MigrantInnen kostenlos und anonym zu behandeln. In die Sprechstunden können PatientInnen entweder direkt kommen, oder über Vertrauenspersonen Kontakt aufnehmen. Außerhalb der Sprechstunden ist die Medizinische Flüchtlingshilfe telefonisch zu erreichen. Wenn Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden, rufen wir umgehend zurück. Gegebenenfalls können auch Treffen an einem anderen Ort oder zu anderen Zeiten vereinbart werden.

Die Anonymität der Beratung ist in jedem Fall gewährleistet. Persönliche Daten werden nicht gesammelt.

Sprechstunde: dienstags 18.00 - 19.30 Uhr
Soziokulturelles Zentrum Bahnhof Langendreer
Wallbaumweg 108, Raum 3
44894 Bochum

Telefonischer Kontakt: 0176 61593088